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Videologs in der B2C Kommunikation

von Lukas Mangold

Einleitung

In dem Artikel soll veranschaulicht werden, wie ein Videolog zur Onlinekommunikation genutzt werden kann.

Onlinekommunikation

Ausgehend von der Idee einer Website mit statischen Informationen möchte ich die Möglichkeiten der Kommunikation erläutern. Als Beispiel soll hier die Kanzlei Wilde Beuger Solmecke [1] angeführt werden.

Die Website bietet statische Informationen, die dem Kunden dienen sollen, sich ein Bild über die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Kanzlei zu machen. Neben den fast als Standard zu Verstehenden Informationen über die Angestellten, das Tätigkeitsgebiet, aktuelle Veröffentlichungen, einem Bereich für Stellenausschreibungen und einer Anfahrtsbeschreibung zu der Kanzlei bzw. der Kontaktmöglichkeiten biete die Website noch aktuelle News aus verschiedenen Rechtsbereichen. Ergänzend wird noch der Kontakt über einen digitalen, kostenlosten Telefonanbieter ermöglicht.

Extern betreibt ein Anwalt der Kanzlei einen Twitteraccount [2], über den die News, welche bereits auf der Website eingestellt werden, nochmals verlinkt werden. Hiermit soll vermutlich eine größere Verbreitung erreicht werden. Des Weiteren existiert eine Facebook Fanpage [3]. Hier werden ebenfalls die News der Hauptwebsite nochmals ausgegeben. Gelegentlich stellen Nutzer hier Fragen zu rechtlichen Themen. Kann die Frage schnell beantwortet werden, helfen hier oft andere Nutzer dem Fragesteller. Gelegentlich greift auch ein Fachanwalt das Thema auf und steht mit einem Ratschlag zur Seite.

Das Hauptprojekt des externen Bereichs ist der Videolog [4] der Kanzlei. Hier bezieht ein Fachanwalt der Kanzlei, der zuständig für Internetrecht ist, Stellung zu aktuellen Rechtsfragen zum Thema Internet. Dies alles findet kostenlos statt. Neben reiner Informationsaufgabe tritt der Fachanwalt mit den Abonnenten des Videologs in Kontakt über die Kommentarfunktion. Hier können Nutzer Fragen zu bestimmten Themen stellen, von denen die interessantesten Fragen dann in unterschiedlichen Abständen zusammengefasst in einem Video beantwortet werden.

Analyse der Onlinekommunikation

Vergleicht man nun die vorhandenen Informationskanäle mit dem System der vier Public-Relations-Modelle nach James Grunig [5] zeigt sich, dass die Website und der Twitterkanal in die Sparte der Informationstätigkeit fallen. Das bedeutet, dass es sich um eine Einwegkommunikation handelt, die dem Verlautbaren und Mitteilen von Informationen dient. Einwegkommunikation deshalb, weil hier lediglich Informationen von einem Sender (hier die Kanzlei) zu einem Empfänger (die Besucher der Website) übertragen werden, ohne die aktive Nutzung einer Feedbackfunktion durch die Empfänger. Diese Form dient lediglich der Aufklärung.

Anders sieht es bei dem Facebookauftritt und dem Videolog aus. Nach dem System der vier Public-Relations-Modelle fällt diese Art der Kommunikation in die Sparten Überzeugungsarbeit und Dialog. Hier findet eine asymmetrische Zwei-Wege-Kommunikation statt. Das heißt, der Sender berücksichtigt die Meinung des Empfängers und kann dadurch flexibel und zielgruppengerecht die Informationen seiner Botschaft anpassen. Gleichzeitig kann hierdurch eine Evaluierung der Einstellungen der Nutzer erfolgen. Es kann, bei korrekter Auswertung, ein genaues Bild über die Wünsche und Vorlieben der Nutzer geschaffen werden. Diese Form dient dem Austausch zwischen beiden Parteien und dient dem Sender dazu, passende Inhalte anzubieten.

Erfolg

  • Die Website der Kanzlei belegt momentan Platz 5404 im Ranking des Webtraffic-Analyse-Dienstes Alexa [6]
  • Der Videolog verzeichnet aktuell 24.399.064 Channel Views (gleichzusetzen mit Page Impressions)
  • Auf Twitter folgen lediglich 148 Nutzer der Kanzlei
  • Die Facebook Fanpage verzeichnet 2.149 Likes

Aus diesen Zahlen geht deutlich hervor, dass der Videolog das erfolgreichste Element der Business to Customer Kommunikation der Kanzlei ist. Eine nicht unbedeutende Rolle spielt dabei auch das Angebot von kostenlosem Fachwissen, welches Zielgruppen gerecht, durch eine entsprechende Auswertung der Nutzerwünsche, aufbereitet wurde. Ein Nebeneffekt ist die, durch den Videolog, steigende Bekanntheit der Kanzlei. Diese ermöglichte es der Kanzlei den Ruf eines Experten auf dem Gebiet zu erlangen. Viele bekannte Medien berufen sich dadurch bei Berichterstattungen auf die Kanzlei oder ziehen diese für eine unabhängige Stellungnahme bei Internetrechtsproblemen zurate. [7]

Quellen:

Alle Zahlen und Daten sind vom 07. August 2011

  1. [1] http://www.wbs-law.de/
  2. [2] http://twitter.com/#!/solmecke
  3. [3] https://www.facebook.com/KanzleiWBS
  4. [4] http://www.youtube.com/user/KanzleiWBS
  5. [5] http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/public-relations-pr.html
  6. [5] http://www.praxisinstitut.de/motzko/downloads/pdf/1701.pdf
  7. [6] http://www.alexa.com/search?q=wbs-law.de&r=home_home&p=bigtop
  8. [7] http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article13505605/Die-Internet-Festplatte-kann-teuer-werden.html
  9. [7] http://www.n-tv.de/ticker/Computer/Auf-Gefaellt-mir-Button-hinweisen-article2927281.html
  10. [7] http://goo.gl/dJo26
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Page last modified on September 13, 2011, at 11:08 AM