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Medienkooperation - Die bessere Werbung

Welche Möglichkeiten hat ein Unternehmen sich oder eines seiner Produkte in den Medien zu platzieren? Der erste Gedanke der einem in den Sinn kommt sind Anzeigen oder Werbespots. Doch es gibt auch andere Wege sein Unternehmen in die Medien zu bringen. Einer dieser Wege ist die Medienkooperation. Sie basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Markenartikler und Medienunternehmen. Ziel beider Kooperationspartner ist es Image und Bekanntheit des eigenen Produkt- bzw. Programmangebots auszubauen oder zu stärken (vgl. Zentes 2005: 812). Für ein Magazin kann es beispielsweise wichtig sein die Stammleserschaft zu halten oder neue Leser hinzuzugewinnen. Ziel des Unternehmens kann sein, das eigene Image, bzw. das Image eines Produktes durch die Medienkooperation zu stärken und langfristig eine Umsatzsteigerung zu erzielen.

Inhalt einer Medienkooperation können Ratings, Umfragen mit Inhalten wie „Ministerpräsident des Jahres“, oder „Stadt des Jahres“ sein. Eine andere denkbare Möglichkeit ist, dass die PR-Abteilung des Unternehmens dem Redakteur des Mediums exklusive Informationen für einen Artikel zur Verfügung stellt. Eine weitere, oft vertretene Art der Medienkooperation ist, wenn das Unternehmen dem Medium kostenlos Produkte für ein Gewinnspiel beisteuert, und das Medium sich im Gegenzug mit einer kleinen Produktbeschreibung und einer Abbildung im Umfeld des Gewinnspiels revanchiert (vgl. bild.de 23.06.2009). Oder aber man erwähnt und verlinkt sich einfach gegenseitig auf der Homepage und gewinnt so mehr Glaubwürdigkeit bei der Zielgruppe (vgl. spiegel.de 23.06.2009). Die Möglichkeiten der Medienkooperation sind vielseitig. Medienkooperationen können beiden Partnern Kosten sparen oder neue Märkte erschließen, sie können den Verkauf fördern, Kunden binden und neue Kunden generieren, sie können positive Image-Effekte erzielen und für mehr Bekanntheit sorgen. Und noch einen Vorteil haben Medienkooperationen, im Unterschied zu einer Promotion-Aktion ist die Berichterstattung einer Medienkooperationen redaktionell, und meist mit geringem oder keinem finanziellen Aufwand beider Vertragspartner verbunden. In welchem Umfang eine Kooperation umgesetzt wird, darüber gibt es keine Regel. Einzige Bedingung: Beide Vertragspartner müssen in der geplanten Kooperation einen Vorteil sehen. Wenn die Kooperation zielgruppenrelevant und aktuell ist, können beide so als Gewinner hervorgehen.

Warum Medienkooperation für Medien?

Für Medien ist es besonders wichtig ihre Stammleserschaft zu halten, und neue Leser hinzuzugewinnen um auch langfristig die Anzeigeneinnahmen zu sichern. Medienkooperationen können es so ermöglichen, die Reichweite des Medium-Produktes auszuweiten und neue Zielgruppen zu erschließen. Außerdem verfügen Redaktionen normalerweise um ein recht überschaubares Budget, die Möglichkeiten des Kunden können da ganz neue Wege öffnen.

Warum Medienkooperation für Unternehmen?

Medienoperationen sind ein guter Weg, neue Kontakte zu Presse und Medien zu knüpfen, oder bestehende zu festigen. Für Unternehmen ist es wichtig in den Medien erwähnt zu werden, und das möglichst oft. Deshalb lohnt dich der Aufwand von Medienkooperation für ein Unternehmen in jedem Fall, da sie eine garantierte Erwähnung im Zielmedium bekommen. Außerdem stärkt die Kooperation das Verhältnis zwischen dem Unternehmen und dem Medium, was dem Unternehmen helfen kann sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Auch im Punkto Image kann die Kooperation zu einem Medium ein hohen Mehrgewinn darstellen. Wenn ein Unternehmen namentlich von einem renommiertem Medium verwendet wird, gewinnt das Unternehmen erheblich an Glaubwürdigkeit.

Gefahren der Medienkooperation

Beide Kooperationspartner müssen sich gegenseitig kontrollieren, ob die vereinbarten Leistungen auch erbracht werden. Nichts ist schlimmer als eine erste Veröffentlichung mit großem Promborium, wenn anschießend keine weiteren Meldungen erscheinen. Des weiteren sollte ein Unternehmen als auch das Medium darauf achten, das sie nicht zu viele Kooperationen einzugehen, denn zu viel Salz verdirbt Suppe. Das Medium läuft so in Gefahr schnell als unseriös eingestuft zu werden, und das Unternehmen kann an Image und Glaubwürdigkeit verlieren.

Fazit

Medienkooperationen sind eine gute Möglichkeit neue Kontakte zwischen Unternehmen und Presse zu knüpfen, neue Kunden zu generieren und das eigene Image zu stärken. Ökonomisch gesehen ist für beide kein großer Aufwand nötig, die Ressourcen der Kunden können den Redaktionen sogar zu gute kommen. Wer es schafft zusammen mit dem Medium relevante Inhalte zu erzeugen, hilft dem Medium die Leser bzw. Zuschauer zu interessieren (vgl. Forthmann 2008: 251). Ob und in welchem Ausmaß angestrebte wirtschaftliche Ziele wie zum Beispiel die Ausweitung der Zielgruppe und damit die Steigerung der verkauften Auflage, bzw. die Steigerung von Werbeeinnahmen auf Seite der Medien, oder eine erhöhter Absatzmarkt und damit verbunden eine Umsatzsteigerung für das Unternehmen erreicht wird, kann nicht garantiert werden. Wenn sich beide Kooperationspartner an die vereinbarten Absprachen halten und ihre Leistung erbringen, können beide vom Erfolg der Kampagne profitieren.

Quellen und weiterführende Literatur

Benkenstein, Beyer: Kooperationen im Marketing In: Zentes, Swoboda; Morschett (Hg.): Kooperationen, Allianzen und Netzwerke, Wiesbaden: Gabler Verlag, 2005, S. 797-819

Gutjahr, Medienkooperationen: Leuchttürme setzen In: Forthmann (Hg.): Praxishandbuch Puplic Relations, Weinheim: Wiley-VCH, 2008, S. 233-252

bild.de: Machen Sie mit beim großen Baby-Wickel-Quiz, 2009 Online verfügbar unter Url. http://www.bild.de/BILD/ratgeber/kind-familie/2009/06/16/pampers-gewinnspiel/grosses-baby-wickel-quiz.html (23.06.2009)

spiegel.de: Suche Wissenschaftler, biete Datenschatz, 2009 Online verfügbar unter Url. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,631499,00.html (23.06.2009)

online-artikel.de: Kooperationsmarketing - Wer's richtig anpackt, sorgt für viele Gewinner, 2009 Online verfügbar unter Url. http://www.online-artikel.de/article/kooperationsmarketing-wers-richtig-anpackt-sorgt-fuer-viele-gewinner-313-1.html (23.06.2009)

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