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Der Deutsche Rat für Public Relations

Der DRPR ist ein eingetragener Verein zur freiwilligen Selbstkontrolle der PR-Fachleute. Er wurde am 1. Mai 1987 gegründet.

Seine Aufgaben sind die Untersuchung und Ahndung von kommunikativem Fehlverhalten gegenüber der deutschen Öffentlichkeit. Er erlässt Verhaltensnormen im PR-Geschäft und nimmt Stellung zu Fehlverhalten in der Öffentlichkeit. Der DRPR spricht öffentliche Rügen und Mahnungen aus, und ist somit das PR-Äquivalent zum Deutschen Presserat.

Vier Trägerorganisationen legen Verhaltensregeln und Selbstverpflichtungen fest. Sie bilden die Entscheidungsgrundlagen des DRPR. Die Trägerorgansisationen sind:

Deutsche Public Relations Gesellschaft

Gesellschaft Public Relations Agenturen

Bundesverband Deutscher Pressesprecher

Deutsche Gesellschaft für Politikberatung

Der DRPR ist für die Öffentlichkeitsarbeit aller gesellschaftlich relevanten Organisationen und Personen zuständig.

Der Deutsche Rat für Public Relations leitet Beschwerden von sich aus ein, oder wird auf Vergehen aufmerksam gemacht. Die Beschwerde wird auf Rechtmäßigkeit und Zuständigkeit geprüft. Ein Urteil kann in einer Rüge, einer Mahnung oder einem Freispruch enden.

Bei der Urteilsfindung bezieht sich der Rat auf folgende Kodizes: Den Code d‘Athenes (Moralkodex), den Code de Lisbonne: (Verhaltenskodex) und auf die sieben Selbstverpflichtungen für deutsche PR-Leute.

Ein Beispiel für den Ablauf einer Rüge durch den DRPR:

Ein Händler veröffentlicht extrem positive Produktbewertungen für den Tablet-PC „WeTab“ auf amazon.de unter falschem Namen. Ein Blogger kommt ihm auf die Spur, und macht die Vorwürfe öffentlich. Nach Einleitung der Untersuchung durch den DRPR räumt Helmut Hoffer von Ankershoffen die Vorwürfe ein, und kassiert eine Rüge des DRPR. Er tritt daraufhin als Geschäftsführer seiner Firma WeTab GmbH zurück.

Felix Zurbrüggen

www.drpr-online.de

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